Neues Buch: Ritter, Gaukler, Beutelschneider

Ein neues Buch wird derzeit in Frankfurt auf der Buchmesse vorgestellt. Und dieses Buch über das Mittelalter ist durchaus würdig, hier von mir einmal vorgestellt zu werden.

Der Titel des Buches lautet „Ritter, Gaukler, Beutelschneider“ und im Untertitel „Mittelalter im heut'“ lässt der Autor Tom Freiwah schon durchblicken worum es geht. Ganz klar es geht um die Mittelalterszene. Und diese wird vom Autor in diesem Buch sehr humoristisch betrachtet. Nun ist dieses Buch auch sehr reich verziert mit vielen Bilder von Personen, die im Titel bereits genannt werden (also Ritter, Gaukler usw.), es finden sich aber auch viele Schnappschüsse unten den Bildern. Die Aufmachung und der Aufbau des Buches ist sehr schön, es ist einfach ein „mittelalterliches Buch“ und das nicht nur in der Optik. Der Autor schreibt die Texte zu den Bildern und Themen, die in diesem Buch behandelt werden, in dem typischen „Marktsprech“, der Sprache des heutigen Mittelalters. Die Vielfalt der Themen ist ebenso reichlich wie die Anzahl der Bilder, denn zu jedem Thema finden sich zahlreiche Bilder in diesem Buch. Die Themen reichen von den Lagern der Mittelalterbegeisterten über die Ritter zu den Kreuzrittern über Barden, Gaukler zum Medicus der Minne und so weiter. Ich glaube es gibt kein „mittelalterliches“ Thema was in diesem Buch nicht auf lustige Weise auf die Schippe genommen wird.

Mir hat dieses Buch aufgrund der schönen Aufmachung und der vielen Bilder (ich guck ja so gern Bilder 😉 ) sehr gut gefallen. Die Texte sind klasse, wenn ich eben mal zitieren darf: „Die Form des Helmes wurd meyst anatomisch an des Ritters Dickkopf und seyn Zinken angepasst, was so manche lust’ge Form hervor gebracht.“ Man erfährt auch viele „Geheimnisse aus dem Mittelalter, darunter z.B. auch, warum zwei Templer gleichzeitig auf einem Pferd reiten können. Das Buch hat mich persönlich an ein Wilhelm Busch Buch von aus meiner Kindheit erinnert. Ich denke, ich lehne mich mal nicht zu weit aus dem Burgfenster wenn ich den Autor Tom Freiwah hier als den „Wilhelm Busch der Mittelalterszene“ bezeichne. Das Buch ist interessant und man entdeckt auch beim zweiten, dritten oder vierten mal lesen auch noch neue Details. Sehr nett finde ich die verschiedenen Werbebanner in diesem Buch, beispielsweise vom „Vatikanischen Ablass-Fond (investieren Sie in die Sicherheit ihres Seelenheils)“. Sehr schön. 25 Euro wird das Buch im Handel kosten und ich finde, das ist es auch wert.

Fazit: Für Mittelalterbegeisterte ist das Buch sehr erfrischend und amüsant, ja fast schon ein Must-Have! Aber auch für die Leute, die noch nicht mal in ihrer Freizeit viel mit dem Mittelalter zu tun haben, ist das Buch ein interessanter Hinschauer und auch gerne mal Hineinschauer. An die Schreibweise muss man sich etwas gewöhnen ist aber meiner Meinung nach absolut passend zur Aufmachung und den Bildern.

Wo bekommt ihr nun das Buch? Noch ist es nicht im Handel und wird gerade auf der Buchmesse in Frankfurt vorgestellt. Dort kann man es auch schon käuflich erwerben, am Stand des Verlages „Arcore-x.de“. Online wird es dann wohl auch bald unter www.dieBüchermacher.de zu bekommen sein.

Und so sieht es von Außen aus: Ein Buch von Tom Freiwah

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2 Antworten auf „Neues Buch: Ritter, Gaukler, Beutelschneider“

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