Ritterfest Potsdam

Unter dem Motto „13. Pfingstspektakel im Volkspark Potsdam“ veranstaltete das Wandertheater COCOLORUS BUDENZAUBER das diesjährige Ritterfest in Brandenburgs Landeshauptstadt.

Vom 03. bis 05. Juni fanden sich zahlreiche Akteure im BUGA Park ein unter anderem handgemachte Musik mit und von Cocolorus Diaboli und Fortuna Musica sowie Weltmusik mit Soul O’Henri. Ein umfangreiches Kinderprogramm mit den böhmischen Rittern, dem Zauberer „Santini“, Gauklern und Märcheninszenierungen sorgten für jede Menge kurzweil.

Leider spielte das Wetter sonderlich mit, da es den ganzen Samstag und den meisten Teil des Sonntags regnete. Ab Sonntag Abend gab sich Petrus einen Ruck und zauberte strahlenden Sonnenschein, so das die Besucher anstatt dem Regen auf das Gelände strömten.

Ebenfalls auf dem Spektakel fand sich wie in jedem Jahr der historrische Markt, Ritter- und Wikingerlager sowie über 200 Akteure täglich ab 10 Uhr ein und öffneten ihre Tore und Zelte.

Auf dem gesamten Festgelände gab es viel Action wie z.B. das Axtwerfen, ein Trampolin, Bogenschiessen und aufgebaute Wikingerschiffe sowie Katapulte.

Der Eintritt kostete für Erwachsene 7 Euro, man konnte aber an allen Tagen nach einmal bezahltem Eintritt die Veranstaltung besuchen. Kinder zwischen 7 und 16 Jahren zahlten 3,00 Euro Eintritt.

Und auch hier haben wir wieder viele Bilder mitgebracht:

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Historisches Apfelfest in Potsdam

Vom 01. bis 02. Oktober 2016 fand in Potsdam das Historische Apfelfest statt.

Veranstaltet wurde da Event vom Wandertheater Cocolorus Budenzauber im BUGA Park, mitten in Potsdam. Zu sehen gab es zunächst einmal, wie der Name des Festes schon vermuten lässt, viele Apfel. Eine große Ausstellung an Äpfel und Birnen wurde hier präsentiert. Auch konnte man hier beim Keltern frischen Apfelsaftes direkt zuschauen und Kinder konnten direkt dabei mithelfen. Kulinarisch gab es außer den verschiedensten Kreationen aus Äpfeln auf dem Marktgeländer aber auch noch tierische Produkte vom Feuerfleisch vom Grill über Bratwürstchen bis hin zu Backfisch alles was man sich so wünschen konnte. Das Getränkeangebot war auch reichlich vorhanden vom Apfelsaft bis hin zum Met war alles auf dem historischen Apfelfest vertreten.

Der Markt teilte sich in einen großen Marktbereich mit mehreren Bühnen. Zwischen zahlreichen Händlern boten die Mitglieder des Wandertheater ihre Künste an, vom Kindertheater über kleinere Showkämpfe bis zum Auftritt zahlreicher Bands auf der Hauptbühne wurden die Besucher, welche 5 Euro Eintritt pro Person gezahlt hatten, gut unterhalten. Ein Highlight war der Auftritt der Band Cocolorus Diaboli auf der großen Hauptbühne.

An den Markt schloss sich ein kleines Mittelalterlager an. Hier boten die verschiedenen Gruppen Bogenschiessen sowie Vorführungen von Bogenschützen zu Fuß und vom Pferde an. Die einzelnen Lagergruppen zeigten den Besuchern mittelalterliches Lagerleben. Besonders bei Kindern kamen die beiden Drachenboote auf dem Platz gut an. Viele Impressionen des Marktes habe ich in einer kleinen Bildergalerie festgehalten:

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Ritterspiele Steinau an der Straße

Schloss Steinau

Nach den ganzen Lagern auf Märkten tut es ab und zu mal richtig gut, einfach nur als Besucher einen Mittelaltermarkt aufzusuchen. Das haben wir am vergangenen Wochenende gemacht. Bei uns, ganz in der Nähe, in Steinau an der Straße fanden die „Ritterspiele Steinau“ vom 25. bis 26. August 2012 statt.

Organisiert wurde dieser Mittelaltermarkt von der Trimburger Ritterschaft, welche auch in diesem Jahr wieder den großen Mittelaltermarkt auf ihrer Stammburg, der Trimburg in Franken ausgerichtet haben. Ich weiß, ich hab hier nicht drüber berichtet, aber der Mittelaltermarkt auf der Trimburg war sehr schön. Daher setzten wir auch große Erwartungen an den Markt in Steinau. Und ich kann schon mal vorweg sagen: wir wurden nicht enttäuscht.

Der Mittelaltermarkt in Steinau fand in der sehr schönen Kulisse der historischen Altstadts und des Schlosses Steinau statt. Der Marktplatz vor den Toren des Schloßes war schon mit allerelei Ständen belegt, die die üblichen Waren anboten: ein wenig Essen, Schmuck, Seife, Truhen  und Kästchen, Holzeugs usw.

Der Eintritt lag bei 6 Euro pro Erwachsenem und 3 Euro pro Kind über Schwertmass (ich glaube das war 1,20 m aber die kennen glaube ich mein großes Schwert nicht 😉 ). Historisch Gewandete kamen auch ohne Eintritt zu bezahlen hinein, allerdings musste dafür die Gewandung auch wirklich historisch sein und man lies am Eingang nicht jeden mit einem Carbone-Kleid hinein. Wir waren nicht gewandet und mussten so auch voll zahlen. Ich muss aber sagen, die 6 Euro haben sich schon gelohnt pro Person. Denn der Markt bot allerlei Programm: bereits um 13 Uhr, gerade als wir angekommen waren, kam uns der historische Umzug der Marktteilnehmer und lagernden entgegen. Zugegeben, der Zug war, wie der Markt auch, nicht besonders groß, aber schön.

Von 14 bis 15 Uhr spielten dann die Spielleute im Schloßhof auf. Wir haben die Zeit genutzt um etwas zu essen. Hier kredenzte uns das THW aus einem THW-Zelt Pommes mit wahlweise Steak oder Curry-Wurst. Bestimmt hätte ich mich darüber auf anderen Märkten mal wieder tierisch aufgeregt, weil das THW ja keine Anstalten machte entweder ihr standard-THW-Zelt etwas mittelalterlicher aussehen zu lassen, noch haben die Mitglieder des THW versucht über ihre T-Shirts in THW-Blau mit THW-gelber Aufschrift mittelalterlicher zu gestalten, aber die Preise waren ok und irgendwie passte das THW auch in die Ecke vom Schlosshof rein. Es gab aber auch Stände mit etwas mehr mittelalterlichem Essen und Trinken in so fern…. is ok.

schönes Ambiente

Nach dem Essen faszinierten uns das Würzburger Greifenpack mit einem wirklich toll gemachten Showkampf. Nicht nur einfaches hau-drauf-und-stirb Gemenge, sondern mal wieder ein richtiger Schau-Kampf mit witziger Rahmenhandlung, tollen Einlagen und guten Schwertkämpfen. Die Gruppe verstand es, das Publikum für die Aufführung zu begeistern und auch einzubinden. Die dargestellten Charaktere waren mir sofort sympathisch und begleiteten mit ausgefallen Ideen und Witz durch eine wunderbare Aufführung.  Die gleiche Gruppe hatte um 17 Uhr einen weiteren Auftritt, den wir uns auch nicht entgehen lassen wollten. Zwischenzeitlich waren wir mal kurz zuhause um mein Kettenhemd zu holen, da sich im Mittelalterlager tatsächlich jemand fand, der mir mal die etwas größeren Löcher in meinem Hemd ausbessern wollte. Danke nochmal an Andreas Feldmann, Du hast alles gegeben, aber König Artus hat mit diesem Kettenhemd schon so oft gegen spanische Raubritter gekämpft, dass eine Reparatur schon sehr nervenaufreiben sein kann.

Die zweite Aufführung des Würzburger Greifenpacks haben wir uns dann natürlich auch angeschaut. Zu unserer überraschung nicht die gleiche Aufführung wie schon am Mittag, sondern ein komplett anderes Stück, mit anderer Story, anderen Waffen, anderen Kleidern.. aber den selben Gesichtern ;-). Mir hat ja bei der zweiten Aufführung der König am besten gefallen… ich weiss auch nicht warum 🙂 .

Alles in allem war der Mittelaltermarkt in Steinau an der Straße in diesem Jahr ein sehr gelungener Markt. Klein aber fein, die Lager beschränkten sich auf den Burggraben um das Schloss, waren aber alle sehr schön hergerichtet. Das Programm war abwechslungsreich, zwischen den Hauptprogrammpunkten bot auch ein Zauberer eine kleine Show an und in vielen der Lager konnte man bei Handwerk und Waffenkunst über die Schulter schauen. Ich stufe den Markt unter „klein aber fein“ ein, sehr schöne Kulisse, schöne Lager und Darsteller, umfangreiches Programm machten diesen Markt zu einem tollen Erlebnis.

Und natürlich gibt es auch noch ein „paar“ Bilder die meine Behauptungen nur unterstützen:

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Mittelaltermarkt im Klösterl an der Donau

Seit 1454 gibt es das kleine Franziskanerkloster, die Einsiedelei direkt an der Donau. Man musste schon genau hinschauen, wenn man diesen Mittelaltermarkt finden wollte. Zu Fuß musste man in Kelheim aufbrechen, links der Donau und auf der rechten Seite die Befreiungshalle im Blick, ein ganzes Stück die Donau hinauf. Dann fand man vom 11. bis 13. Mai das „Klösterl“ fast wie im Jahre 1454 vor: Reisende und Ritter hatten ihr Lager innerhalb der kleinen Klostermauern aufgeschlagen, Zelte säumten die Wege und Händler boten in hölzernen Verkaufsständen ihre Waren feil.

Die Tafel der Ritter war in einer Höhle mit natürlichem Felsdach aufgebaut, hier konnte man schattig und kühl sitzen und hatte einen guten Blick auf das mittelalterliche Treiben im Klösterl. Der Mittelaltermarkt war klein, doch man achtete hier in den meisten Fällen sehr auf das Ambiente. Es wurde dem geneigten Besucher für 2,- Euro Eintritt auch allerhand geboten: da waren die Zelte, Waffen und Gebrauchsgegenständer der Ritter und des Gefolges, die Stände der Händler und die Darbietung von Musikanten und Handwerkern.

Die Einsiedelei ist nicht nur bei einem Mittelaltermarkt einen Besuch wert. Direkt an der Donau gelegen, zwischen Kelheim und dem Donaudurchbruch mit dem Kloster Weltenburg, bietet das frühe Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert eine Kirche an, deren Dach komplett aus der Felswand des Steilhanges besteht.

Natürlich habe ich vor Ort auch ein paar Bilder gemacht. Viel Spaß dabei.

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Frühlingsmarkt auf Burg Herzberg 31.03.2012

Der Frühling kündigt sich langsam an und sofort eröffnen auch schon die ersten mittelalterlichen Frühlingsmärkte.
Gestern besuchten wir den Frühlingsmarkt auf Burg Herzberg (Hessen, Breitenbach am Herzberg), Hessens höchster Höhenburg. Nach der Enttäuschung mit dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vor zwei Jahren eben auf dieser Burg Herzberg haben wir allerdings keine großen Erwartungen in den Frühlingsmarkt gesetzt. Jedoch wurden wir schon an der Kasse positiv überrascht: anstatt der im Internet angekündigten Eintrittspreise von 4,- Euro pro Erwachsenem wurden nur 3,- Euro verlangt. Allerdings gab es auch keinen Nachlass für Gewandete, aber wir haben den Markt auch nicht in Gewandung besucht.

Der Markt war zwar klein, aber dennoch schön anzusehen. An das Motto „7. bis 11. Jahrhundert“ haben sich Veranstalter, Standbetreiber und auch die Lagernden gehalten: es fanden sich überwiegend Wikinger-Lagergrppen auf den Gelände und auch die Standbetreiber boten ihre Waren in passenden Wikingerzelten an. Sehr schön einheitlich und passend zu den Jahrhunderten. Hier mal ein Lob an alle Beteiligten.

Auch der Eintritt zur Burg musste diesmal (anders als auf dem Weihnachtsmarkt) nicht zusätzlich gezahlt werden, sondern war bereits im Eintrittspreis enthalten. In der Vorburg fanden sich noch einige Stände und auch ein kleines Lager, die Hochburg konnte zwar besichtigt werden, war aber frei von Ausstellern oder Lagernden.
Kulinarisch kann man über die Veranstaltung auch nichts schlechtes sagen. Zwar bot die „Burgschenke“ wieder in einer Würstchenbude mit davor stehenden, blau bedruckten Sonnenschirmen, Bratwürstchen an, doch auch im weiteren Teil der Burg gab es „Würstchen im Teigmantel“ und andere frisch im Holzofen gebackene Köstlichkeiten zu erschwinglichen Preisen. Der heiße Met (es ging doch ein starker und kalter Wind noch auf der Burg) durfte bei diesen Temperaturen noch nicht fehlen.

Zusammengefasst war der Besuch auf Burg Herzberg ein schöne Auftakt in die Mittelalter-Saison mit einem kleinen, beschaulichen Markt und tollen Lagernden. Und da ich ohne Gewandung dort war, konnte ich auch wieder einmal die große Kamera mitnehmen  und habe Euch noch tolle Bilder mitgebracht:

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Sat1 vs. Mittelaltermärkte

Im letzten Beitrag habe ich ja ein wenig über die Verunstaltung einer Romanvorlage mit einem Mittelalterfilm („Die Rache der Wanderhure) durch Sat1 gelästert. Was mir gerade in diesem Zusammenhang auch wieder bezüglich „Sat1“ eingefallen ist:

Es war im letzten Sommer, auf dem Regensburg Spectaculum am Griesser Spitz in Regensburg. Das Mittelalterfest ist in vollem Gange und am Samstag heißt es vom Veranstalter: „Morgen kommt Sat1 Bayern hier zu besuch.“ Ok, denkt man sich, das ist ja nix Neues auch in 2010 haben die bereits einen kleinen Beitrag über das Mittelalterfest mit der historischen Regensburger-Altstadt gesendet, der ja garnichtmal so schlecht war. Man freut sich also schon etwas darauf. Am Sonntagmorgen dann: Viele Autos von Sat1, ein ganzes Team welches die Autos entläd. Vor unseren Augen wird mitten im Mittelalterlager ein großer Sat1-Infostand (mit Glücksrad zum Drehen und Entertainment Stand mit Flachbildschirm usw.) aufgebaut. Herzstück des Standes: ein riesiger, aufblasbarer Sat1 Ball!! Und das ganze auch noch direkt vor unserem Lager!! Was bitte war das wieder für ein Sabotageakt von Sat1? Hat der beliebte Privatsender nun plötzlich etwas gegen Mittelaltermärkte? Oder hat man hier den tieferen Sinn von solchen Märkten nicht verstanden? Sicher kommt es vor (sogar sehr oft  und wir schliessen uns da auch nicht aus) das man sein Lager, sein Zelt, seine Gewandung und Ausstattung mit denen man auf solchen Märkten auftritt, nicht 100%ig authentisch gestalten kann. Doch das ist doch noch lange kein Grund einen großen, aufblasbaren… BALL… mitten auf einer Mittelalterveranstaltung platziert!

Schade von den Veranstaltern, dass so etwas zugelassen wird. Viele Stände und Gruppen geben sich große Mühe sich auf Mittelalterveranstaltungen egal welcher Art möglichst real und eben mittelalterlich zu präsentieren. Es kommt einem Schlag ins Gesicht jedes Mittelalterdarstellers gleich, wenn dann vom Veranstalter ein solcher „Stand“ zugelassen wird. Auch wenn es sich um einen Fernsehsender handelt, sollte das nicht mehr toleriert werden. Apropos Fernsehsender: wenn man jetzt zumindest von Sat1 erwartet, dass ein langer Bericht über den Markt und die Veranstaltung ausgestrahlt wird, da hat wird man schon wieder bitter enttäuscht. Ganze 1,5 Minuten war ein Bericht lang, den Sat1 am Abend ausstrahlte und in dem hauptsächlich ein großer, aufblasbarer Sat1 Ball zu sehen war und ein Glücksrad neben einer Moderatorin, die man in ein Cinderella-Kostüm gesteckt hat.

Ich muss zugeben, dass das Team der Sat1-Crew vor Ort sehr nett war (und wir auch zu ihnen, denn es hat keiner den Aufblasball oder das nervige Gebläse, welches den Ball ständig mit Luft versorgen musste mit irgendwelchen Hieb-, Stich-, Wurf- oder Schußwaffen angegriffen) und wohl auch am Morgen des gleichen Tages noch garnicht wussten, dass sie eigentlich auf ein Mittelaltermarkt fahren. Dennoch hoffe ich, dass dies nun ein einmaliges Versehen der Veranstalter „Stadtmaus Regensburg“ war, denn wenn in diesem Jahr noch ein Riesenrad, Autoscooter und ein Zuckerwattestand auf dem Markt zu finden sind, werde zumindest ich diese Veranstaltung in Zukunft meiden.

Hier noch die Fotos von diesem… Ding:

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Cave Gladium – Hüte dich vor dem Schwert!

Ich greife mit diesem Beitrag mal die Anregung von meinem Kollegen Mario auf, der kürzlich sagte „Du musst mal über die Veranstaltungen in deinem Blog berichten, BEVOR die stattfinden. Sonst is es ja immer zu spät, sich die noch anzuschauen. Daher jetzt mal vorher der Bericht von der Veranstaltung der nächsten beiden Wochenenden. Wer das jetzt nicht vorher liest, ist aber selbst schuld 😉

Bereits am nächsten Sonntag, dem 14.08. ist es wieder Zeit, den Drachen zu jagen! Mit einem großen historischen Festzug zur Drachenstich-Arena in Furth im Wald (Bayern) ziehen die Ritter, Knappen, Knechte, Mägde und Burgdamen durch Furth im Wald und eröffnen somit das historische Treiben in der Stadt. Hier wird natürlich eine angemessene Abordnung des vereinigten teutschen Lagers vertreten sein. Weitere Informationen zum Drachenstich in Furth im Wald, einem sensationellen Schauspiel findet ihr hier: www.drachenstich.de

Das Wochenende vom 19.08. bis 21.08. steht dann wieder unter dem Motto „Hüte dich vor dem Schwert – Cave Gladium“. Das wohl größte, mittelalterliche Heerlager Bayerns schlägt in diesem Jahr etwas weniger Zelte auf als in den Vorjahren, jedoch wird es bestimmt wieder gigantisch. Hier werden die Zelte des vereinigten teutschen Lagers auch wie gewohnt zu besichtigen sein. Weitere Informationen zum Cave Gladium findet ihr hier: www.cave-gladium.de

P.S.: alle Bruchenballmannschaften können in diesem Jahr aufatmen: der zweimalige Meister (2008, 2009) und einmalige Vizemeister (2010), die sensationelle Mannschaft des vereinigten teutschen Lagers wird in diesem Jahr nicht mehr am Turnier teilnehmen. Wir haben beschlossen, unsere Bruchenball-Karriere aufzugeben und den jüngeren Talenten eine Chance zu geben. Also strengt Euch an, Bruchenballspieler. Wir werden das ganze aber mit professionellem Auge beobachten.

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Regensburg Spectaculum 2011

Vom 22. bis 24. Juli 2011 war es wieder so weit: Das Mittelalter lebt auf dem Grieser Spitz in Regensburg!

Bereits am Donnerstag haben die ersten dort Ihre Zelte aufgebaut. Wir kamen diesmal erst am Freitag, und bauten das vereinigte teutsche Lager direkt an der Spitze des Spitzes (kann man das so sagen?) auf. Auch wenn wir auf das große, schwarz-weiße Zelt diesmal verzichteten, so hatten wir doch noch einige Zelte in unserem Lager aufzubieten. Als Küchen- und Versorgungszelt diente uns heuer ein kleines rundes Schwarzenfellser Zelt (schwarz-gelb), was jedoch auch ausreichte.

Trotz der schlechten Wettervorhersage wagten wir am Freitag Mittag den Aufbau des Lagers, der dann schon gegen 14:00 Uhr abgeschlossen war. Und ich kann sagen: das Wetter hielt das ganze Wochenende super durch. Wir hatten keinen Regen, bis auf Sonntag Vormittag, da hat es mal kurz genieselt, aber da waren wir zum Glück im Zuber beim Michel. Das Lagerwochenende in Regensburg war wieder super schön. Das wider Erwartens gute Wetter lockte doch viele Besucher an den Grieser Spitz und in unserem Lager gab es neben den Waffen und Rüstungen der Ritter, den Zelten der Burgfräuleins und Ritter auch ein neues Highlight: Hoger von Soisburg präsentierte seinen selbst gebauten Steh- und Kniepranger und diverse Schandgeigen aus Holz. Unter dem großen Sonnensegel, dass wir diesmal mit Seitenwänden aus den beiden kleineren Segeln ausgestattet hatten, konnte man Katharina von Schwarzenfells beim Brettchenweben zuschauen und sich das ganze auch erklären lassen. Auch beim Kochen und Braten konnte der neugierige Besucher dem vereinigten teutschen Lager zuschauen, es wurde auf der großen Kochstelle gekockt und gegrillt.

Da wir in diesem Jahr keinen Schaukampf aufführten, konnten wir uns etwas mehr Zeit nehmen für andere Dinge. Einen ausgiebigen Zubertermin z.B. oder das geniale Puppenspiel der Kistlers, deren Hozlwurmzirkus oder die Pest-Show am Abend waren für uns willkommen Programmpunkte. Aber auch der Gaukler Jolandolo (seine Freunde nennen ihn auch www.derfahnenschwinger.de ) begeisterte uns mit seiner Vorführung, wie auch die Dreschflegel mit ihrem Schaukampfstück und natürlich Fjonn von den Inseln.

Das diesjährige Mittelalter Spectaculum am Grieser Spitz in Regensburg war von Händlern, Lagernden, Darstellern und Besuchern gut frequentiert. Die üblichen Kritikpunkte aus den vergangenen Jahren bleiben aber dennoch bestehen: der Schneider-Weiße Stand war nicht gerade ein Glanzstück mit seinen Bierbänken und den dazu passenden Sonnenschirmen. In diesem Jahr schlug sogar der Fernsehsender SAT 1 eine kleine Sendestation mitten im Mittelalterlager auf: in einem runden, aufblasbaren Plastik-Sat1-Ball konnte man auf einem Flachbildschirm aktuelle Nachrichten und Wetter schauen und ein Kamerateam von Sat 1 Bayern 17:30 war ständig irgendwo zum Filmen. Hier hätte man sicher einen besseren Platz für den Sat1-Stand gefunden als mitten im Ritterlager… aber naja, das war sicher auch eine einmalige Sache. Außerdem waren die Mitarbeiter von SAT1 sehr nett und man konnte sich auch gegenseitig beim Abbauen helfen.

Fazit: auch in diesem Jahr haben wir wieder einen schönen Mittelaltermarkt in Regensburg erlebt, auch dank des guten Wetters. Es hat wieder viel Spaß gemacht und hier sind noch einige Bilder:

Hier noch einige weiterführende Links zum Thema Mittelaltermarkt in Regensburg:

Webseite des Veranstalters „Stadtmaus“ in Regensburg mit weiteren Bildern zur Veranstaltung 2011
Webseite vereinigtes teutsches Lager mit der kompletten Bildergalerie
Zeitungsbericht der Mittelbayrischen Zeitung, auf der Seite der Stadtmaus
Video vom mittelbayrische.tv (starring: Holger & Waltraud bei Minute 00:42 )

und weils so schön war:
Video von mittelbayrische.tv 2010 (starring: vereingtes teutsches Lager 00:25 und 00:33 sowie 01:03 )

 

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Mittelalter-Veranstaltungen jetzt bewerten!

Aus aktuellem Anlass (da das Thema „Mittelalter“-Märkte jetzt mal gerade wieder auf verschiedenen Blogs diskutiert wird, schreibe ich heute mal eine kleine Anleitung zum Bewerten von besuchten Mittelalter-Veranstaltungen.

Warum sollte man überhaupt eine besuchte Mittelalter-Veranstaltung bewerten? Ganz einfach: Ziel der Marktbewertungen ist es, eine Art „Guide“ für Mittelaltermärkte zu erstellen. Hier kann man z.B. anderen durch eine Marktbewertung mitteilen, welcher Eindruck der Markt auf den Besucher gemacht hat. Was toll war, was nicht so toll war usw. Das kann anderen, mutmaßlichen Besuchern schon bei der Entscheidung „gehe ich jetzt auf den Markt in… oder nicht?“ helfen, wenn dieser sich dann die Marktbewertung vom gleichen Markt im letzten Jahr anschauen kann. Der zweite, große Aspekt der Marktbewertungen ist die Qualität der Märkte. Hier hat sich in der letzten Zeit einiges getan (siehe meine letzten Blogeinträge). Einige Märkte scheinen nicht mehr unbedingt so viel wert auf Ambiente oder eine gewisse „Grundauthenzität“ zu legen. Auch das sollte in die Bewertungen mit einfließen, so dass auch Veranstalter ein Feedback bekommen, wie der Markt oder die Veranstaltung bei den Besuchern angekommen ist. Weiterhin weiß man auch schon in etwa wie viel Geld man sich denn eigentlich für den Marktbesuch einstecken muss, wenn man in einer Marktbewertung schon lesen kann, was Parken, Eintritt, Essen und Trinken kosten.

Prinzip verstanden? Super, dann kanns ja losgehen. Sind nur noch zwei kleine Fragen zu klären:
1. Wo kann ich denn solche Marktbewertungen abgeben? – Ein großes Bewertungsportal, speziell für Mittelalter-Veranstaltungen findet Ihr unter www.Marktbewertungen.de . Hier findet Ihr Marktbewertungen von Besuchern nach Bundesländern getrennt aufgelistet. Marktbewertungen.de ist Teil der Mittelalter-Internet Community www.Mittelalter-Treffpunkt.de , in der sich seit 2008 Mittelalter-Fans treffen.

2. Was gehört alles in eine Marktbewertung (bei www.Marktbewertungen.de ) hinein? – Auch diese Frage ist relativ leicht zu beantworten. Das Bewertungsportal bietet eine Vorlage mit verschiedenen Fragen, die einfach nur ausgefüllt werden müssen. Es ist aber wichtig, dass man schon beim Marktbesuch auf einige Dinge achtet. Von Mittelalter-Treffpunkt.de gibts da ein schönes Tutorial mit den Lego-Figuren, dass ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Einfach auf das erste Bild links klicken und dann mit dem Weiter-Button durch die Bilder durchklicken.

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„Mittelalter“-Märkte vs. „normale“ Märkte

Hallo, nach der lustigen Bildergeschichte im letzten Beitrag, jetzt wieder mal was etwas in die ernstere Richtung. Es geht wieder einmal um die Mittelaltermärkte.

Vor Kurzem war bei uns in Poppenhausen der „2. Rhöner Brot- und Biermarkt „. Der war vor allem deshalb toll, weil wir nur aus der Haustüre gehen mussten und schon mitten drin waren. Der Besuch dieses „normalen“ Marktes hat mich aber dann doch mal ins Grübeln gebracht. Wenn ich den Brot- und Biermarkt nämlich mal mit dem letzten, von mir besuchten, Mittelaltermarkt vergleiche, dann stellen sich mir doch einige Fragen. Vor allem die Frage, wohin die „Mittelalter“-Märkte gerade steuern ist mir da sehr in den Sinn gekommen.

Aber vergleichen wir doch mal: zunächst mal: Eintrittspreis. Auf dem Mittelaltermarkt: 5,- Euro. Auf dem Biermarkt: 0,- Euro. Oha, denkt man da jetzt. Aber dafür wurde einem bei dem Mittelaltermarkt ja sicher mehr geboten, schließlich hat man Eintritt gezahlt. Naja, weit gefehlt. Was wurde einem auf dem Mittelaltermarkt geboten? Ein paar Typen mit freiem Oberkörper die auf einem Dudelsack (ja, es war wirklich ein DUDELsack und keine Sackpfeife!) das mittelalterliche Lied „Yellow Submarine“ (oder war das vielleicht doch nicht mittelalterlich??) fehlerfrei nachspielen konnten. Ich glaube, „We will rock you“ gehörte auch noch zum umfangreichen Repertoire. Super. Auf dem Biermarkt erklang zünftige „Biermusik“ des Musikvereins Cäcilia, das passte zum Ambiente und die hatten auch keine freien Oberkörper.

Kommen wir mal zum eben schon angesprochenen Ambiente. Was gabs denn so auf dem Mittelaltermarkt zu sehen? Ja, da waren die vielen Lagergruppen, die dort ihre Lager und Zelte aufgeschlagen haben. Leider ist es wohl auch in der letzten Zeit in der Szene Sitte geworden, dass man sein Zelt, sein Schwert, seine Kochstelle mit einem möglichst abschreckend aussehenden Zaun gegen neugierige Besucher absichert. Warum eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen ist, dafür Stacheldraht herzunehmen, damit es auch ja kein Besucher wagt diese heilige Absperrung gar zu übersteigen, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Naja, man kann ja auch von der Absperrung aus zuschauen, was die da so in ihren Zelten bzw. unter ihren Sonnensegeln machen… und was machen die da? Ja.. eigentlich garnix. Wenn man zu richtigen Uhrzeit kommt (meistens so um die Mittagszeit), dann kann man vereinzelte Exemplare der Gattung homo gromius (der gemeine Mittelalterfan) evtl. sogar im Rudel bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Das wäre dann aber schon ein großes Highlight. Auf die Idee, sich mal zur Absperrung zu begeben, wo ja der Besucher schon seit ein paar Minuten angestrengt versucht zu erkennen, was da unter dem Sonnensegel getrieben wird und den Besucher evlt. anzusprechen, sprich eine Kommunikation aufzubauen, ist an diesem Tag aber niemand gekommen. War auch schon nachmittags. Vielleicht lags daran.
Andres auf dem Biermarkt. Da gabs eigentlich überall Stände und Zelte wo einem jeder gleich was zeigen oder anbieten wollte. Ok, die wollen ihre Produkte da auch verkaufen, aber immerhin.

Jetzt mal zum wichtigen Teil: dem Essen. Ich mag das ja bekanntlich, also das Essen. Von daher kann man schon sagen, dass ich zumindest auf DEM Gebiet Experte bin. Also was gabs zu essen? Auf dem Mittelaltermarkt: gegrillte Fleischspieße, bei einem Anbieter, der sich passender Weiße „der Spießer“ nannte. In der Mittelalterszene sind wir auch so kreativ, dass wir tollen Dingen außergewöhnliche Namen geben, deshalb sind das keine Grillspieße sondern Ritterspieße. Ich gebe zu, von der Wortschöpfung her ist das ein wenig unglücklich gewählt, könnte man hier doch der Annahme verfallen, es wären Teile eines Ritters aufgespießt worden. Wahrscheinlich orientiert sich der Name aber an der angestrebten Kundschaft: den Rittern. Zudem gabs auch leckere Brote mit Knoblauch und so weiter. Geschmacklich war das sehr gut, muss ich sagen. Bis man sieht, was es kostet: Ritterspieß: 5,- Euro (aufsteigen), Knoblauchbrot: 5,- euro.. achso, Sie möchten noch 7-8 kleine Speckwürfel draufhaben? Ja, dann macht das 5,50 Euro für EIN (in Zahlen: 1) Knoblauchbrot. Nein, das war kein ganzer Laib Brot mit 5 ganzen Knoblauchzehen drauf. Das war.. so ein kleines Ding.. vielleicht so groß wie ein BigMac. Möglicherweise sind in den gezahlten 5,50 Euro für ein solches Knoblauchbrot auch noch 40% Aktienanteile an der Verkaufsbude des Verkäufers enthalten, aber darauf hat man mich wohl vergessen hinzuweisen.
Und jetzt ratet mal, was ein Knoblauchbrot auf dem Biermarkt gekostet hat? Ja.. gut geraten: 1,50 Euro. Und der Verkaufsstand auf dem Biermarkt, wo es die Brote gab, war jetzt optisch nicht schlechter als der auf dem Mittelaltermarkt. Festzustellen ist ein krasser Preisanstieg bei Knoblauchbroten im Mittelalter. Das liegt sicher daran, dass der Knoblauchkurs im Mittelalter noch sehr hoch war…
Aber wir stellen fest: Essen auf Mittelaltermärkten: sehr teuer. Vielleicht kann mir irgendwann mal jemand erklären, warum das so ist, verstehen kann ichs absolut nicht.

Was für das Essen gilt, gilt leider auch für die Getränke. Bier auf MA-Markt im Durchsnitt: 5,- Euro für 0.33 l. Bier auf dem Biermarkt: 2,70 Euro. Das Lustige dabei ist: auf den Mittelaltermärkten kommen findige Bierverkäufer ja auf die Idee, ihr Produkt noch mit diversen Zusätzen zu „verbessern“. Da gibt es dann ein „Kirschbier“, ein „Metbier“ usw.
Haltet Euch fest, denn jetzt kommt der Knaller: auf dem Biermarkt gabs Bier, das ist nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Irgendwie lustig, oder? Auf dem Biermarkt war das Bier mittelalterlicher als auf dem Mittelaltermarkt.

Warum gehe ich jetzt so auf Mittelaltermärkte los? Weil ich langsam glaube, dass der Name „Mittelalter“ langsam viel zu kommerziell ausgenutzt wird. Versteht mich nicht falsch, ich war schon auf vielen Mittelaltermärkten, die wirklich klasse waren. Es gibt diese Märkte auch noch, man muss sie nur finden. Man kann für 5,- Euro Eintritt wirklich gut unterhalten werden, man kann auf solchen Mittelaltermärkten in Zelte schauen, darf Schwerter anfassen (wenn man vorher fragt!), wird von Ritterkämpfen und Theaterstücken unterhalten. Auf solchen Märkten begegnet man Musiker, die ohne Mikrofon und technischen Kram einfach mal vor den Zelten stehen bleiben und ein Stück auf ihren Lauten, Drehleiern und Flöten speilen und dabei auch ohne technische Verstärker so laut singen, dass man sie weit über den Markt hört. Es gibt noch Lager, die sich nicht hinter Zäunen verstecken, dort kann man in die Zelte reinschauen und den Darstellern über die Schulter schauen. Und ist dabei ein gern gesehener Gast. Es gibt sogar noch günstige Stände, die eine Grundverpflegung für wenig Geld anbieten, ich habe sie gesehen.
Doch zunehmend scheinen mir „Mittelalter“-Märkte aus dem Boden gestampft zu werden, die wohl nur ein Ziel haben: mit wenig Einsatz maximalen Gewinn zu erzielen. Das ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht noch nicht mal verwerflich, sondern ein durchaus kaufmännisches Vorgehen. Jedoch bin ich der Meinung, man darf damit den Namen „Mittelalter“ nicht zu teuer verkaufen.

Sicher kann sich auch jeder selbst ein Bild von der aktuellen Situation machen. Die wirklich guten Märkte zu finden, wird meiner Meinung nach, immer schwerer.

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